Unser Keitum wächst im WIR, das neue Impulse setzt und dabei Tradition, Regeln und Gepflogenheiten berücksichtigt. Letztendlich geht es darum Keitum zu verstehen und im positiven Sinne lebendig zu halten. Deshalb nehmt den Satz mit: Unser Keitum wächst im WIR!
Im vergangenen Spätsommer stellte unser lokaler Fernsehsender Sylt1 die K-Frage: Welcher Ort ist schöner – Keitum oder Kampen? Keitum hat diesen Wettstreit knapp gewonnen. Und wenn man mich als Ortsbeiratsvorsitzende fragt, sage ich natürlich: Zu Recht! Keitum ist der schönste Ort der Insel. Genauso wird die Bürgermeisterin von Kampen sagen: Kampen ist der schönste Ort der Insel. Und als Diplomatin müsste ich hinzufügen: Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Aber wir sollten uns dieses Denken für den eigenen Ort bewahren. Sylt wird in verwaltungsseitiger und politischer Hinsicht noch enger zusammenrücken, sollte sich das in den Startlöchern stehende Amtsmodell durchsetzen. Das ist gut so. Aber es ist wichtig, dass jeder Ort der Insel in diesem neuen Gemeinschaftsdenken einen Platz erhält. Ein Einheitsdenken, wie es hier und da, etwa in der Diskussion um Ferienwohnungen oder Bauleitplanung, anklingt, wird der Individualität unserer Ortsteile nicht gerecht. Gerade in der baulichen Rahmenplanung hat Keitum bereits 1989 Maßstäbe gesetzt. Eine Mammutaufgabe, die sich in differenzierten Bebauungsplänen sowie Gestaltungs- und Erhaltungssatzungen der 1990er/2000er Jahre niedergeschlagen hat. Und damit bin ich wieder beim Anfang meiner Rede: beim Spagat zwischen Bewahren und Erneuern. Die Qualität Keitums liegt, neben seiner Lebendigkeit, in seiner besonderen Mischung: aus Dauerwohnraum, Zweitwohnsitzen und Ferienwohnungen, aus denkmalgeschützten Häusern und behutsamen Neubauten. Ein unindividueller Einheitsbrei war noch nie das Ding der Keitumer, genauso wenig wie überdimensionierte Großprojekte oder eine übertriebene Kleinteiligkeit. Wir haben aus vergangenen Fehlplanungen schmerzhaft gelernt. Und wir haben das Bestmöglichste daraus gemacht. Daran sollten wir festhalten.Das Beste draus gemacht, haben auch die Akteure, die zum Gelingen der diesjährigen Biike beigetragen haben. Im Namen des Ortsbeirats möchte ich meinen Dank an alle aussprechen:
Jakob Hansen, für die Organisation der Biikewache. die Hartgesottenen, die die Nacht bei der Biikewache zum Tag gemacht haben. Den Jugendspielmannszug Rödemis, der uns heute mit fast 45 jungen Musikern begleitet. Die Freiwillige Feuerwehr, die wie immer zur Stelle ist. Die Kinderfeuerwehr Archsum, die die Biikepuppe gebaut hat. Dieter Ingwersen und seine Crew, für das Entzünden des Feuers. Anika Schier von der Gemeinde Sylt, für die Unterstützung bei der Organisation. Und natürlich die Round Tabler, die uns mit hochprozentiger Bewirtung versorgen. Ihr alle haltet Keitum lebendig! Uns allen wünsche ich eine fröhliche Biike, ein geselliges Grünkohlessen und den Kindern und Erwachsenen viel Spaß am morgigen Petritag.